,,[…] das auffallendste an Denkmälern ist, dass man sie nicht bemerkt […]” (1) Dieser häufig zitierte Satz des Autors Robert Musil beschreibt, wie sich aufgestellte Monumente in der Stadt verhalten: Sie verschmelzen mit der restlichen urbanen Szenerie und werden weder bemerkt, noch infrage gestellt. Im Zuge der Proteste der Black Lives Matter Bewegung, welche ihren Höhepunkt im Jahr 2020 erreichten, wurde einer Vielzahl an noch immer bestehenden Denkmälern mit rassistischen und kolonialistischen Bezügen eine neue Aufmerksamkeit zuteil. Steinerne Figuren von Sklavenhändlern, Konföderierten und Imperialisten stürzten in zahlreichen Ländern vom Sockel. (2) Die daraufhin entfachte Debatte zum Erhalt oder Abriss von strittigen Denkmälern ist der Ausgangspunkt der Ausstellung “FALLING MONUMENTS?”.

(1) Robert Musil, „Denkmale“, Prager Presse, Nr. 339, 1927
(2) vgl. von Tunzelmann, Alex: „Heldendämmerung“ Goldmann, Leipzig. (2022) S.9