Das Aufarbeiten von Geschichte, wie z.B. durch Rekontextualisierung von einem Denkmal mit Kolonialismus-Bezug muss laut dem Autor und Journalisten Mohamed Amjahid an anderen Orten passieren, als an öffentlichen Plätzen und Grünflächen. Die Umwidmung eines ehemaligen Ehrenmals zu einem Mahnmal ist nicht praktikabel. Der Autor schreibt:: „Entschuldigung, aber seit wann sind unsere Parks und Plätze Freilichtmuseen? Denkmäler bieten keine ausreichende Pädagogik, um aus Glorifizierungen Mahnungen zu machen. Die Plakette, die einem vorbeifahrenden Fahrgast im Bus klar macht, dass er gerade ins Gesicht eines Sklavenhändlers schaut, möchte ich mal sehen.“ Komplexe Zusammenhänge oder Biografien kritischer Personen sollten mittels anderer pädagogischer Methoden (z.B. in Büchern, Museen oder als Kunstprojekt) erfolgen. Er fordert deshalb: „[…] weg mit den Statuen!“ (1)

(1) Amjahid, Mohamed: “Ja, Mahnung und Glorifizierung sind leicht zu verwechseln” (2020); https://fluter.de/pro-contra-kolonial-denkmaeler-abreissen; (letzter Aufruf 10.03.2023)