Der Begriff „Denkmal“ ist eine Kombination aus den Wörtern „denken“ (was auch synonym für „gedenken” = erinnern verwendet wird) und „Mal“ (mit der Bedeutung „Stelle” oder „Fleck”). (5) Das Wort ist abgeleitet von der Übersetzung aus dem Griechischen und Lateinischen. Denkmäler sind also Orte, die zum Erinnern anregen sollen: kollektive Gedächtnishilfen für die Öffentlichkeit.(6) Im Stadtraum stellen Denkmäler auch Markierungspunkte dar. Sie laden einfache Straßenecken oder Plätze mit besonderer Bedeutung auf, können Treffpunkte sein oder bei der Orientierung im sonst unübersichtlich monotonen Stadtgefüge helfen. Gleichzeitig bieten sie auf der immateriellen Ebene auch “identitätsstiftende Anhaltspunkte”, sowohl für Einzelpersonen, als auch für eine Gruppe oder Nation.(7)

(5) (https://www.duden.de/rechtschreibung/Denkmal) und https://www.duden.de/rechtschreibung/Mal_Zeichen_Stelle_Tor
(6) (vgl. Lampugnani, Vittorio Magnago: „Bedeutsame Belanglosigkeiten“ Berlin, Wagenbach (2020), S.59 ff)
(7) (Richter Andrea: „Nichts ist so unsichtbar wie ein Denkmal (Robert Musil). Denkmale im pädagogischen Kontext.“ in “Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik”, Band:85 (2009) 2, S. 167-176)