Die Journalistin, Autorin und Moderatorin Waafa Albadry weist auf den Fortbestand von Diskriminierungsformen wie Rassismus hin und die damit einhergehenden (Mikro-)Aggressionen, denen Betroffene durch Verherrlichende Darstellungen von z.B. kolonialen Motiven ausgesetzt sind: „Der Rassismus ist keineswegs Geschichte. Die Wunde ist weiterhin offen; sie ist nie verheilt. Und sie wird nie verheilen, so lange Parks und Universitäten mit den Statuen von Sklavenhändlern und Kolonialisten geschmückt werden.“ (1)
Das Entfernen von rassistischen Denkmälern könnte einen Beitrag leisten, Rassismus zu bekämpfen: „Menschen, die dafür kämpfen, solche Symbole einer rassistischen Vergangenheit zu schützen, verhindern, dass die Zukunft besser wird. Die sichtbaren Denkmäler für Rassisten, die Epoche der Sklaverei oder der Kolonialzeit sind ein Hindernis für Versöhnung. Denn sie verankern die Vorherrschaft der Weißen im öffentlichen Raum. Ob Denkmäler der Kolonialzeit fallen oder Straßennamen geändert werden müssen, ist nicht allein eine Frage des Geschichtsverständnisses. Beides sind entscheidende Schritte, um anhaltendes Unrecht zu beenden und eine entkolonialisierte Zukunft zu erreichen.“ (2)

(1) Albadry, Waafa: “Kommentar: Stürzt die Denkmäler, um uns zu entkolonialisieren” (2020); https://p.dw.com/p/3e0od, (letzter Aufruf 10.03.2023)
(2) ibid.